11 Nov 2020
November 11, 2020

Kapitel 39 – Zeitdruck

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Zeitdruck

Während ich das Studio einrichtete und renovierte (alleine ein Wochenende ging fürs Streichen des Tanzsaals drauf), gab es viele andere Dinge zu organisieren und zu planen.

Ein Name musste her.
Wenn man ein Tanzstudio eröffnet, hat man natürlich als erstes einen Namen mit Tanz oder Dance im Kopf.

Mein Weg in die Selbständigkeit

Aber ich wollte meine Räumlichkeiten auch vermieten.

An andere Freiberufler, die eine Sportart betreiben, die vielleicht zum Tanzen passt oder sich ergänzt.
Würden sie es aber attraktiv finden, sich in ein Dance Center einzumieten?
Tanzschule XY fand ich zu langweilig und spießig.
Es sollte schnell ein Studio sein.
Ein Studio, wo Verschiedenes möglich ist und sich auch andere Sportarten zu Hause fühlen.

Detlev erinnerte sich, dass in den 80er Jahren in der Fabrikhalle ein cooler Laden war, in dem Bands wie Monty Sunshine live gespielt haben.
Ein richtiger Jazz Club.
Der Vermieter bestätigte das und erzählte uns, dass der Club „Schuppen 2“ hieß.
Aus diesem Grund wurde es das Studio 2.

Aber das alleine überzeugte mich noch nicht.
Nach vielen Brainstormings mit verschiedenen Leuten hatte jemand die Idee zu „my place to move“.
Das klingt cool und ja, es sollte ja „my place to move“ werden.
Und hoffentlich der von vielen anderen Menschen!

Davon war ich sofort überzeugt und so wurde aus dem früheren Schuppen 2 das Studio 2 – my place to move!
Meine Webdesignerin wurde beauftragt ein Logo zu entwerfen und außerdem einen Flyer für den Tag der Eröffnung zu erstellen.
Das musste alles schnell passieren, denn ich wollte auch noch Möglichkeit haben, die Flyer unter die Leute zu bringen.

Dafür musste ich wissen, was überhaupt am Eröffnungstag passieren sollte.
Denn ein grober Ablauf sollte auf dem Flyer ersichtlich sein.
Das heißt, neben dem Stress mit dem Boden, dem Einrichten, dem Renovieren, meinen Kursen und allem was es sonst noch zu erledigen gab, musste ich auch gut planen.

Ich erinnere mich an Tage, an denen ich nahe einem Nervenzusammenbruch im Studio saß, weil mir alles zu viel war und ich nicht wusste, ob ich alles rechtzeitig schaffe.
Aber Zweifel zulassen?
Nein, tief Luft holen und weiter machen!
Ich hatte ein Ziel und musste eben schnell sein!