Alternativen

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Tanzen Lüneburg

Ich war nach Lüneburg gezogen!
Nun bot es sich an, meine Kurse auch dahin zu verlegen.
Zumal ich schon einige Tänzer aus Lüneburg bei mir hatte.
Es ergab sich, dass ich 2 meiner Kurse in andere Fitness- und Tanzstudios nach Lüneburg verlegen konnte.
So behielt ich einen Kurs in Winsen und 2 weitere fanden jetzt regelmäßig in Lüneburg statt.
Der Großteil meiner Tänzer aus Winsen fuhr gerne nach Lüneburg, um mit mir weiterhin zu tanzen.

Für mich wurde es immer wichtiger und mehr Ausgleich zu dem Stress auf meiner Dienstelle.
Es ergaben sich zufällig noch mehr Möglichkeiten.
Ich wurde für Schultanzprojekte gebucht und spürte wie unglücklich ich bei der Arbeit war und wie glücklich mich das Tanzen machte.

„Trotzdem war es für mich unvorstellbar davon leben zu können.“

In meiner Dienststelle gab es immer mehr Spaltungen untereinander.
Es begann ein regelrechtes Mobbing und die Situation wurde noch eingefahrener.
Ich fuhr oft nach dem Dienst nach Hause und saß anschließend heulend bei einer Freundin auf dem Sofa, weil ich so nicht mehr weiterarbeiten wollte, ich aber keinen Ausweg sah.

Ich war gar nicht direkt betroffen.
Ich kam gut klar mit dem großen Teil der Dienststelle, aber was ich beobachtete, ließ mich an allem zweifeln und auch die Arbeit begann darunter zu leiden.
Ich machte nur noch das Nötigste.
Jegliche Motivation war dahin.
Dabei gefiel mir die reine Polizeiarbeit an sich.

Ich ging zum Arbeitsamt und befragte die Dame dort nach anderen Möglichkeiten und beklagte mich über die Situation und teilte ihr mit, dass ich keine Beamtin mehr sein möchte.
Ich saß verzweifelt vor ihr, als sie mir mitteilte, dass sie so einen Fall noch nicht gehabt hat und ihr keine Alternative einfallen würde. Da wurde mir erst bewusst in welch blöder Situation ich war.
Ich konnte mit meiner Polizeiausbildung nichts anderes machen.
Sie fragte mich, was ich denn gut könnte und ob ich irgendwelche Hobbys hätte.
Natürlich erzählte ich vom Tanzen.
Sie sagte mir, dass ich das weiter ausbauen könnte.
Aber ich blockte das ab und sagte, dass das mein Hobby wäre, man davon aber nicht leben könnte.
Ich war noch nicht so weit zu erkennen, dass das mein Weg heraus sein könnte.