07 Okt 2020
Oktober 7, 2020

Kapitel 34 – Australien

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Australien

Es war eine interessante Zeit.
Ich war viel in Pubs unterwegs und widmete mich auch einem neuen Hobby.
Dem Singen.

Dadurch traf ich meinen jetzigen Freund, Detlev.

Mein Weg in die Selbständigkeit

Wir kannten uns schon viele Jahre, weil man sich in Lüneburg eben kennt.
Er spielte Bass und so trafen wir uns durch die Musik wieder und kamen uns näher.

Ich führte ein ganz anderes Leben.
Kein Schichtdienst mehr, keine Abhängigkeit mehr durchs Beamtentum.
Ich gab meine Tanzkurse und verdiente damit mein Geld.

Nebenbei sang ich hobbymäßig in einer Band, plante meine Reise nach Australien und war dabei mich zu verlieben!

In punkto Beziehungen war es bisher immer schwierig gewesen.
Wahrscheinlich lag es daran, dass ich noch nicht zu mir selbst gefunden hatte oder ich mich erstmal neu erfinden musste.

Detlev gab mir von Anfang an ein gutes Gefühl.
Ich fühlte mich respektiert und aufgehoben.
Dieses Gefühl verwirrte mich, weil ich es nicht kannte.
Alles was neu ist, ist ja erstmal komisch.

Deshalb war ich mir nicht ganz klar über meine Gefühle.
Die Australien Reise kam da vielleicht wie gerufen.

Im Oktober flog ich mit einer Freundin nach Cairns.
Wir mieteten uns dort ein Auto und fuhren drei Wochen runter nach Sydney.
Ich war zuvor schon einmal in Australien gewesen und dieses Land hatte mich sofort fasziniert.
Nicht nur die unglaubliche Schönheit der Natur, sondern alles was damit zusammenhängt.

Die Geräusche im Dschungel, die faszinierende Tierwelt und dazu diese unglaublich netten, entspannten Menschen.
Diese Reise war traumhaft.
Wir haben so tolle Menschen getroffen und Gespräche geführt, die man nicht vergisst mit Menschen, die aus verschiedensten Gründen wissen, was im Leben zählt.
Glücklich sein!

Ich habe bei einem Segeltörn auf dem Sonnendach des Bootes bei einem unfassbaren Sternenhimmel geschlafen, riesengroße Schildkröten gesehen und mich in jeden Strand aufs Neue verliebt.
Die Zeit verging viel zu schnell und noch heute hoffe ich, dass ich irgendwann wieder dieses Land bereisen kann.
Als ich zurück war, hatte ich so ein Fernweh, dass es fast körperlich schmerzte.
Trotzdem war es schön zurück zu sein.
Ich freute mich auf Detlev und als ich zurück war, wurde unsere Beziehung intensiver.