28 Okt 2020
Oktober 28, 2020

Kapitel 37 – No Risk, no Fun

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No Risk, no Fun

Wieder begann ich zu kalkulieren.
Dafür fertigte ich nochmal eine Liste mit der Aufstellung meiner Kosten an.
Ein Freund von mir war Unternehmensberater und half mir sehr in dieser Zeit.

Er ging meine Kalkulationen durch und sah sich mit mir zusammen das Gebäude nochmal an.
Ich hatte Angst davor, dass ich mich verkalkulierte oder irgendetwas übersah.
Das Problem mit den Heizkosten sah er auch und ich sprach mit dem Vermieter darüber.

Mein Weg in die Selbständigkeit

Er bot mir an, neue Fenster von innen anzubauen, so würden die Fenster besser gedämmt sein.
Allerdings schlug er den Einbau auch gleich auf die Miete auf.

Letztendlich kommt es im Leben immer darauf an, was Du bereit bist zu riskieren und was Du willst.
Ein Risiko ist immer da, Du kannst nur versuchen es möglichst gering zu halten.
Und das tat ich.
Aber mein Bauchgefühl sagte ja.

 

Ich sah mich in diesem Studio und wollte hier meinen Traum verwirklichen.
Ich wollte dieses Studio!

Ich unterschrieb Ende September 2015 meinen Mietvertrag für mein Tanzstudio.
Der Mietvertrag begann ab 01.11.2015.
Somit hatte ich genau 4 Wochen Zeit, um das Studio zu renovieren und für meine Zwecke herzurichten und den Tag der Eröffnung zu planen.

Vor der Eröffnung lagen die Herbstferien, so dass ich in den 2 Wochen zumindest frei hatte und mich komplett um die Eröffnung kümmern konnte.
4 Wochen waren nicht viel!

Das größte Problem war der Fußboden.
Detlev und ich waren bei etlichen Bodenlegern und ließen uns beraten.
Nur hatte jeder eine ganz andere Meinung.

Die Zeit rannte und ich musste Entscheidungen treffen.
Was wenn ich die falsche Entscheidung bezüglich des Fußbodens traf?
Der Fußboden ist in einem Tanzstudio das A und O.
Wenn der nicht stimmt, dann kann ich auch gleich wieder schließen.
Zusätzlich drängte die Zeit.

Am Ende des Fußboden Dramas traf ich auf einen früheren Bekannten, der Böden verlegte und mir eine gute Lösung präsentierte.
Allerdings kam schon da meine Kalkulation nicht hin.
Ich hatte für den Fußboden nur die Hälfte dessen eingerechnet, was ich letztendlich zahlen musste und ich hatte schon großzügig gerechnet.
Gut, das war nicht zu ändern.
Der Fußboden war wichtig und er bekam den Auftrag.
Er war einen Tag vor der Eröffnung fertig!