05 Aug 2020
August 5, 2020

Kapitel 25 – Schlaflose Nächte

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Schlaflose Nächte

Ich hatte noch 4 Monate im Polizeidienst.
Dann würde ich vom Tanzen leben müssen.
Ich hatte bisher nicht genügend Tanzmitglieder.
Aber es war ein großer Vorteil, dass ich nicht ganz bei 0 beginnen musste.

Tanzen Lüneburg

Es begann eine Zeit vieler schlafloser Nächte verbunden mit purer Existenzangst.
Ich schraubte alle Ausgaben soweit wie möglich herunter.
Plötzlich stand ich vor einem Problem.
Ich musste mich privat krankenversichern.
Ich war vorher über die Heilfürsorge des Landes Schleswig – Holstein versichert.
Das zählt auch als private Versicherung und wenn man privat versichert war, dann kann man nicht in die gesetzliche Versicherung zurück.

Nun gab es etliche Gespräche mit meinem Versicherungsberater und wir hatten Beide Sorge, dass mich die Versicherung auffressen würde. Die liegt schnell bei 500 – 700 Euro monatlich.

Das bei einem Neueinstieg und vielen anderen Kosten ist eigentlich unmöglich zu wuppen.
Durch Zufall wies mich ein Kollege darauf hin, dass wir mit Eintritt in den Polizeidienst eine kleine Anwartschaft für den Fall, dass wir den Polizeidienst verlassen oder aber in Pension gehen, abschließen mussten.

Das bedeutete, ich hatte schon einen Vertrag mit einer Krankenversicherung und zahlte bereits monatlich einen geringen Betrag ein, damit ich nun nicht so eine wahnsinnig hohe Belastung hatte.
Ein Glück!
Trotzdem waren es damals über 300 Euro monatlich (mittlerweile ist es noch deutlich mehr geworden).
Ich rechnete mir meine monatlichen Kosten aus.
Dabei wurde mir mulmig.
Ein weiterer nicht geringer Posten war, dass ich nun in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen musste.
Da ich eine lehrende Tätigkeit ausführte, ging kein Weg daran vorbei.

Natürlich hatte ich mir Rücklagen gebildet.
Ich rechnete mir aus, wie lange ich davon leben könnte.

Das waren alles Dinge, die ich jedem Selbständigen vorab empfehle.
Macht das niemals blauäugig, dann geht es schief.
Was es nicht einfacher machte, waren viele Leute, die mich fragten, ob ich von allen guten Geistern verlassen bin.
Es klingt vielleicht nicht ganz normal, seinen Lebenszeit Beamtenstatus aufzugeben und zu kündigen.
Seitdem ich mich entschieden hatte, zweifelte ich jedoch nicht mehr an der Entscheidung.