Begegnungen

Kindheitsträume 5

Blog von Claudia Daniels

Ich liebte es!
Ich liebte London, das Gefühl der Freiheit und dort den ganzen Tag einfach zu tanzen.
Schnell erkannte ich, dass es auch in Pineapple große Kursunterschiede gab.
Es gab viele tolle Kurse mit grandiosen Dozenten und andere, die waren, ich sag mal, gewöhnungsbedürftig und eher lustig.

Es war eine Erfahrung.
Ich verließ nie einen Kurs frühzeitig.
Das hat mit einer Form von Respekt zu tun, finde ich.
Man kann aus jedem Kurs lernen.
Außerdem lernte ich schnell, welche Kurse sich lohnen.

Zwischendurch machte ich eine Pause auf dem Platz von Covent Garden.
Das war so schön.
Einen Kaffee in der Hand, einfach auf den Bordstein setzen und die Straßenkünstler dort beobachten!
Toll!
Dann in die nächste Stunde.
Ich fühlte mich irgendwie verrückt, aber total glücklich.
Dann traf ich jemanden, der noch verrückter war als ich.

Ich stand auf dem Flur – wartend auf den nächsten Kurs.
Neben mir standen 2 Mädels, etwas älter als ich.
Sie unterhielten sich auf Deutsch.
So kamen wir ins Gespräch.

Die beiden waren mir gleich total sympathisch und Claudia erzählte mir, dass sie nur für einen Tag hergeflogen wären, um zu tanzen.
Das würden sie auch öfter tun.
Sie schwärmte von Kursdozenten, die ich noch nicht kannte und zu denen man unbedingt gehen müsste.
Wir redeten gar nicht so lange, denn der nächste Kurs begann.
Da sie noch am gleichen Tag zurückflogen, war es auch nicht möglich, sich nochmal zu treffen.
Aber wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und auch hier sollte eine jahrelange Freundschaft entstehen.

Claudi besuchte ich ein Jahr später mit Freunden in Bielefeld in ihrem Tanzstudio.
Sie veranstaltete eine Werkshow – eine absolut beeindruckende Show ihrer Tänzer – und wir übernachteten in ihrem Tanzstudio.

Jahre später absolvierte ich bei ihr meine Tanzpädagogikausbildung.
Einmal intensiv über 6 Wochen am Stück und später nochmal berufsbegleitend über ein Jahr.
Ich liebe Claudi’s Unterricht und ihre persönliche Art.
Sie hat mich in meiner Tanzkarriere sehr geprägt und ich bin sehr dankbar, dass ich damals nach London geflogen bin und sie dort getroffen habe.
London war der erste von vielen Schritten in mein neues Leben.
Von diesem Gefühl wollte ich mehr!